Unser
Vorsorgeprogramm
Die gynäkologische Jahreskontrolle

Jede
Frau ab dem 16. Lebensjahr, oder junge Mädchen vor der
Aufnahme von regelmäßigem Geschlechtsverkehr, sollte 1 mal
im Jahr eine gynäkologische Kontrolle durchführen lassen.
Leider gehen
30% aller Frauen nicht zur Vorsorgeuntersuchung, da sie
keine Beschwerden im Sinne von Schmerzen, Ausfluss oder
Blutungsstörungen haben. Viele Krebsarten machen aber erst
sehr spät Symptome, die dazu führen, dass ein Arzt
aufgesucht wird. Meist ist die Erkrankung dann soweit
fortgeschritten, dass eine Heilung oft nicht mehr möglich
ist. Die landläufige Meinung, dass eine Krebserkrankung
immer zum Tod führt, stimmt Gott sei Dank nicht, sondern das
Gegenteil ist der Fall. Gerade gynäkologische Tumoren im
Frühstadium erkannt, können geheilt werden. Selbst
Brustkrebs ist in bis zu 50% aller Fälle heilbar und bei 70%
kann auf eine Brustamputation verzichtet werde.
Die
erfolgreichste gynäkologische Vorsorgeuntersuchung ist der
Zellabstrich vom Muttermund ( PAP-Abstrich ), da der Krebs
hier meist von Viren ausgelöst über Krebsvorstufen
entsteht. Diese Vorstufen können dann mit kleinen, die
Fruchtbarkeit erhaltenden, Operationen entfernt werden.
Selbst wenn
eine HPV-Impfung ( Gardasil ) durchgeführt wurde, darf auf
die Krebsabstrichentnahme nicht verzichtet werden, da nicht
jeder Gebärmutterhalskrebs von diesen Viren ausgelöst wird.
Bösartige
Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut ( Endometrium ),
können mit dieser Methode nicht erfasst werden, da sich die
Veränderrungen in der Gebärmutterhöhle befinden, die für den
Abstrich nicht zugänglich ist. Hier ist es wichtig einen
Vaginalultraschall durchzuführen, der in Zusammenhang mit
Blutungsstörungen und einer evtl. durchzuführenden Kürettage
( Ausschabung ), die Diagnose sichert.
Der
Eierstockkrebs ( Ovarialkarzinom ), ist sicherlich die am
schwierigsten zu diagnostizierende Krebsart, da auch hier
der Abstrich nicht angewendet werden kann. Selbst
Ultraschall und Blutuntersuchungen ( Tumormarker ) sind
wenig geeignet Frühformen dieser Krebsart zu erkennen.
Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit der Entdeckung höher,
wenn regelmäßig untersucht wird.
Wichtig ist
auch die Brustuntersuchung. Das Mammakarzinom ist die
häufigste Krebserkrankung und betrifft derzeit jede 8. Frau.
Wird bei der Tastuntersuchung ein Knoten entdeckt, der auch
im Ultraschall oder in der Mammographie sichtbar ist, kann
in örtlicher Betäubung eine ultraschallgesteuerte Probe
entnommen werden. Die Patientin erfährt unmittelbar nach der
Probeentnahme das Ergebnis, ein banges Warten über mehrere
Tage ist nicht notwendig.
Es geht jedoch
nicht nur um Krebsvorsorge, sondern auch um Erkennung von
Infektionen sowie die Beratung.
Neben diesen
Untersuchungen, haben Sie Gelegenheit, ein Gespräch ohne
Zeitdruck über aktuelle Probleme des jeweiligen
Lebensabschnittes (Verhütung, Kinderwunsch,
Schwangerenbetreuung, Wechseljahre usw.) zu führen.
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