Untersuchungsmethoden
Ergometrie = Belastungs- EKG
Die Ergometrie beurteilt den Zustand des Herzens unter Belastung.
Dies ist insbesondere wichtig, als die meisten anderen Herzuntersuchungen
in Ruhe durchgeführt werden. Viele Krankheiten beginnen
jedoch langsam und lassen sich anfangs nur unter Belastung
feststellen. Das Ruhe EKG kann in diesen Fällen noch
völlig normal sein, und würde die Krankheit erst
viel später anzeigen und somit wertvolle Zeit ungenützt
verstreichen lassen.
Die Untersuchung wird sitzend auf einem computergesteuerten
"Zimmerfahrrad" unter LAUFENDER EKG ÜBERWACHUNG
durch 10 Saugelektroden und Blutdruckkontrolle durchgeführt.
Der Computer errechnet die für den jeweiligen Patienten
zur exakten Beurteilung notwendige Belastung und Herzfrequenz
und steuert automatisch den stufenweise wachsenden Widerstand
des Fahrrades ähnlich einem einstellbaren Hometrainer.
Dadurch kann eine standardisierte Belastung des Patienten gewährleistet
werden. Durch laufende Kontrolle und Beurteilung
von EKG und Blutdruck ist es möglich, gefährliche
Durchblutungsstörungen, Herzrhythmusstörungen und
Blutdruckanstiege festzustellen, die unter Ruhebedingungen
(noch) unerkannt geblieben wären.
Neben der Messung des Blutdruckverhaltens unter Belastung
ist die wichtigste Fragestellung der Ergometrie die Beurteilung
eventueller Durchblutungsstörungen des Herzens selber,
also die Abklärung und Gewichtung von Brustschmerzen
(der sogenannten "Angina pectoris"), Kurzatmigkeit,
Herzrhythmusstörungen und allgemeiner Leistungsfähigkeit.
Durch spezielle EKG Veränderungen kann das individuelle
Herzinfarktrisiko abgeschätzt und die Notwendigkeit weiterer
Untersuchungen, wie z.B. Herzkatheter besser beurteilt werden.
In der Sportmedizin wird die Ergometrie hauptsächlich
zur Beurteilung und Vergleich der aktuellen Leistungsfähigkeit,
der Leistungssteigerung durch gezieltes Training, sowie zur
Ermittlung der für ein individuelles Trainingsprogramm
notwendigen Pulswerte verwendet.
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